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9:07 Uhr
In Heiligenstadt fährt der Bus in Richtung Thalwenden ab, der eigentlich erst um zehn nach fahren sollte. In diesen Bus begibt sich der erfahrene EW Bus-Kunde und Hausverwalter Franz Klingebiel, um an diesem schönen Vormittag im April im Jugendhaus Thalwenden seine Aufgaben zu erledigen.
9:27 Uhr
Der Bus kommt mit einer leichten, aber verträglichen Verspätung in Thalwenden an. Aus dem Bus ausgestiegen bemerkt Franz: Schlüssel vergessen! Das wäre ziemlich schlimm, wenn nicht in Thalwenden unsre gute Ilona [Frau Zwingmann, der gute Hausgeist; Anm. d. Redaktion] wohnen würde, die uns zu jeder Tag- und Nachtzeit den Schlüssel runterwirft!
9:30 Uhr
Nun aber rein ins Haus und nichts wie rein in die Arbeit. Es stehen drei BDKJ-Abrechnungen an. Die werden erst einmal bequem ganz nach hinten zu den Tagesordnungspunkten geschoben. Zuerst einmal Wasser aufsetzen für den Cappuccino und genüsslich die Post studiert. Telefonrechnungen und die dazugehörigen Mahnungen, Werbeprospekte anderer Häuser, Zeitungen, Material der Jugendseelsorge und … und natürlich die Wartungsrechnung für den Kopierer. 0,00€ [Preis von der Redaktion geändert] monatlich mit verschiedenerlei Service. Franz ist wöchentlich im Jugendhaus und die Rechnung sollte eigentlich nur jedes vierte Mal kommen, aber er hat den Eindruck sie sei jedes Mal dabei.
12:46 Uhr
Das Licht der Kühltruhe geht an. Verzweifelt sucht Franz nach einer letzten Bratwurst, die man noch zu einer Currywurst mit Reis verarbeiten könnte. 12:30 wollte er nach Hause fahren – Die Abrechnungen hat er noch nicht angefangen.
12:48 Uhr
Eine Tüte Nasi Goreng tut’s auch!
14:03 Uhr
Wohlgestärkt begibt sich Franz ins Büro, um mit den BDKJ-Abrechnungen anzufangen. Das Telefon klingelt: „Ja, Schatz, ich komme später!“ Nun fängt das Gerenne an: Formulare kopieren, Quittungen raussuchen und kopieren, die Liste ist nicht vollständig, da wurde nicht unterschrieben und apropos haben wir noch keine Hausrechnung und keine Sachberichte …
Verzweifelt antreibende Telefonate mit den Veranstaltungsleitern folgen aufeinander. Cappuccino ist kalt. Neuen kochen!
15:10 Uhr
Mittlerweile ist der letzte Bus des Tages von Thalwenden nach Heiligenstadt, natürlich fünf Minuten zu früh, abgefahren
15:13 Uhr
Heißen Cappuccino schlürfend erinnert sich Franz an die Zeit, wo er noch Jugendarbeit machen konnte. Er fühlt sich wohl im warmen Büro, denn draußen ist der schöne Frühlingstag zu einem kalten verregneten Tag geworden. Nun beginnt Franz ein Telefonat mit Bernhard, dem Diözesanleiter. Der Nachmittag vergeht.
18:42 Uhr
Bernhard hat endlich aufgelegt. Franz kann weiterarbeiten. Er setzt die Bruchstücke der halbfertigen Abrechnung zusammen und notiert genau was noch fehlt. Nun beeilt er sich, weil er den Zug ab Heiligenstadt um 19:30 Uhr noch bekommen will. Der letzte Happen Nasi Goreng wird in den Mund gesteckt, Pfanne in den Geschirrspüler, Unterlagen eingepackt, um zuhause weiter zu arbeiten … und ab auf die Straße zum Trampen.
19:21 Uhr
Nachdem Franz nun bis Uder gelaufen ist – da er im Halbdunkel das Vertrauen der motorisierten Bevölkerung in Thalwenden nicht wecken kann – wird er von einem älteren Herren mitgenommen! Auch das Tempo ist das eines älteren Herren!
19:35 Uhr
Selbst dem verspäteten Zug nachschauend muss Franz nun im Regen auf den nächsten warten. Ein wunderschöner Tag hausverwalterischer Tätigkeit geht zu Ende!
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