» heads
F.L.O.H. sprach per ICQ mit Christoph Nette über die neue Generation, über Zukunftsaussichten für die Regio und über seinen ganz persönlichen Traum
F.L.O.H.: Also, Du, Christoph gehörst in der Regio Wegweiser zu den älteren Mitgliedern. Was sind derzeit Deine Aufgaben und Tätigkeitsfelder?
Christoph: Ich organisiere mit Bernhard das Zeltlager in Thalwenden 2007 und bin seit dem Gipfeltreffen “Regiobeauftragter”. Ansonsten verschiedene kleine Veranstaltungen über das Jahr wie Sterntreffen und Sternwochen. Und natürlich begleite ich mit Johannes und P. Thomas Jochheim den neuen Kreis der Regio.
F.L.O.H.: Wenn ich Dir das Stichwort “neue Generation” nenne – was fällt Dir dazu ein?
Christoph: Erstens die Jahresparole: kann man mit arbeiten, muss man aber nicht
Zweitens: Gerade jetzt, im Umbruch, in dem sich die SMJ in der Diözese Erfurt befindet, ist es wichtig eine neue Generation zu haben, die man begleitet, die Stück für Stück Aufgaben übernimmt und daran wächst, um schließlich den Laden zu übernehmen.
F.L.O.H.: Wen würdest Du zu dieser neuen Generation in der Regio hinzuzählen?
Christoph: Die Gruppenleiter des letzten und vorletzten Jahres in Thalwenden, den Kreis Fight Club und den neuen Kreis.
F.L.O.H.: Du hast diese Generation in Aktion erlebt. Bei welchen Gelegenheiten?
Christoph: Bei den Zeltlagern in Thalwenden und den dazugehörigen Vorbereitungstreffen, bei der Gruppenleiterschulung 2005, bei mehreren Sterntreffen, bei Besinnungstagen, bei Wochenenden des Kreis Fight Club, bei denen ich Gast sein durfte, auf der Regiokonferenz und dem Gipfeltreffen, beim Zukunftswochenende und bei der Gestaltung des Abschiedsfestes.
F.L.O.H.: Das heißt, Du hattest schon recht viel mit ihnen zu tun.
Christoph: Jap
F.L.O.H.: Wie würdest Du diese Jungs charakterisieren? Welche Eigenschaften zeichnen sie aus, was kannst Du über ihr Engagement und ihre Motivation sagen?
Christoph: Gerade ihr Engagement und ihre Motivation zeichnet sie aus. Sie sind voller Tatendrang und Begeisterung für unsere Jugendarbeit und die SMJ allgemein. Sie packen zu und an und nehmen die Verantwortung, die man ihnen gibt, gerne entgegen.
F.L.O.H.: Im Artikel zum Gipfeltreffen heißt es, die jüngeren Teilnehmer hätten mit einigen der Diskussionen – vor allem über neue Strukturen – nichts anfangen können. Wie siehst Du das? Wie werden die jungen Leute in der Regio wahrgenommen, hauptsächlich von den alten Hasen?
Christoph: Der Einstieg in Strukturen ist immer schwierig. Man merkt auf einmal, da ist doch mehr als nur Tagespläne zu schreiben und Gottesdienste vorbereiten. Hinter dem Ganzen steht also ein System, ein System, das es mir ermöglicht das zu tun, was ich tue. Meine erste Regiokonferenz war genauso: Null Peilung und dann wild Stimmen abgeben. Man wächst rein, wenn man will. Genau das ist nämlich das Wesentliche: Will man, kommt man; will man nicht, muss man nicht. Ich hoffe doch, die “alten Hasen” (obwohl ich da grad nur an einen denke) nehmen die jungen Leute genauso wahr wie in der vorherigen Antwort beschrieben: einfach ein lustiger Haufen, mit dem man gerne zusammenarbeitet.
F.L.O.H.: Auf dem Gipfeltreffen wurden ja ältere SMJler, auch Hasen, verabschiedet. Meinst Du, es müsste auch eine Einstiegsparty geben – z.B. für Leute, die zum ersten Mal beim Gipfeltreffen sind?
Christoph: Nein, ich denke nicht. Diese Veranstaltung (eine meiner liebsten im ganzen Jahr) sollte vielleicht nicht zu hoch gehoben werden. Obwohl sie doch einen gewissen Stellenwert in der Regio ausmacht.
F.L.O.H.: Ja, okay, aber im Sinne des Willkommen Heißens neuer Leute in den eigenen Reihen, einfach um sich bewusst zu machen, dass die Regio wieder etwas jünger geworden ist – hätte das nicht Vorteile für beide Seiten? Also für die Routiniers genauso wie die Neueinsteiger?
Christoph: Ja schon, aber was ist mit den Leuten, die nicht auf das Gipfeltreffen kommen? Werden sie nicht gewürdigt? Kriegen sie keine Einstiegsparty? Leistet man weniger für die SMJ, wenn man nicht auf dem Gipfeltreffen ist? Ich denke nicht!
F.L.O.H.: Als Mit-Lagerleiter des Zeltlagers in Thalwenden obliegt Dir auch die Verantwortung über eine Gruppenführerschulung in 2007. Wird es eine geben?
Christoph: Nein, wird es leider nicht. Alle neuen Gruppenleiter in diesem Jahr werden zu einer externen Gruppenleiterschulung, die von Rainer M. Gotter organisiert wird, fahren. Ich kann mir vorstellen in einem oder zwei Jahren eine Gruppenleiterschulung für den neuen Kreis zu planen.
F.L.O.H.: Was hältst Du von Rainers Kritik an diesem Vorgehen? Er hat – recht überspitzt – behauptet, dass eine Regio nicht überleben kann, wenn sie sich ihre neuen Gruppenleiter immer nur nach Bedarf heranzieht.
Christoph: Es ist uns in der jetzigen, auch personalen, Situation nicht möglich anders vorzugehen. Da geht uns allen, glaub’ ich, das Studium oder andere Ausbildung vor. Außerdem denke ich, dass es besser ist, man macht eine Gruppenleiterschulung mit der Aussicht, auch ein Zeltlager im selben Jahr mitzugestalten.
F.L.O.H.: Noch mal zurück zu den “Neuen”. Ein kleines Szenario: Jeder der derzeit älteren SMJler geht ins Ausland und es gefällt allen so gut dort, dass sie nicht zurückkommen wollen. Könnte man der jüngeren Generation das Geschäft so überlassen, wie es jetzt ist?
Christoph: Ein bisschen mehr Einarbeitung ist schon noch notwendig. Vielleicht sollten die Älteren ihre Auswanderungsplanung auf nächstes Jahr verschieben.
F.L.O.H.: Gibt es ein Schlusswort, das Du nach diesen Fragen und Antworten loswerden möchtest?
Christoph: Vielleicht noch folgendes: Bei der “neuen Generation”, die jetzt auftritt, denke ich, dass wir uns keine Sorgen um die Zukunft der SMJ Regio Wegweiser machen sollten. Sie müssen es halt auch dann irgendwann schaffen, eine genauso gute Nachfolgegeneration zu bilden und zu motivieren. Ich habe ja immer noch den Traum, irgendwann mal ins Kleine Paradies zu kommen, um dort ein Jungen aus einem Zeltlager, welches ich geleitet habe, selbst als Lagerleiter wieder zu sehen.
F.L.O.H.: Dann sage ich Dankeschön für das Interview.
Christoph: Bitte, bitte. Kein Problem.
Ähnliche Beiträge:
» Viel Respekt vor einem solchen Amt | Dezember 2007
» Ein cooles und peppiges Thema | Februar 2008
» Pater Michael zurückkaufen! | September 2007
» KLAUSE 2.0 – ein Name, ein Programm? | Dezember 2007
» Für ein Jahr in Bolivien | Februar 2007
![[Valid RSS] [Valid RSS]](http://floh.regio-wegweiser.de/wp-content/themes/magfloh/img/valid-rss.png)
