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Abenteuer in über zweitausend Metern Höhe, eiskaltes Wasser und zwei verlorene Wetten: Die Hüttenwoche bot auch in diesem Jahr wieder jede Menge Erlebnisse – und zum Schluss noch ein weiteres besonderes Highlight.
Am 12. August ging es früh los mit Auto Packen, der Kühlschrank wurde geplündert, alles was essbar war und taugte zum Mitnehmen, wurde in Rolands Auto gepackt. Letztendlich war der gesamte Kofferraum mit Essen voll.
Damit die anderen in der Klause, die noch schliefen, auch was von dem herrlichen Morgen hatten, pfiff Josef mit seiner Pfeife lautstark ins Schlafzimmer der Klause und kurz darauf waren wir fort. Nach ein paar Pausen und Zwischenstation zum Autoputzen sind wir dann an der Grenze zur Schweiz angekommen. Das Auto von Hans-Martin mit Bernhard und Josef wurde von der Grenzkontrolle erst mal herausgezogen, aus für Roland und Daniel unerklärlichen Gründen. Denn wir beiden sind ohne Probleme in die Schweiz gekommen. Der Grund für die verzögerte Weiterfahrt war, dass Hans-Martin keinen Personalausweis dabei hatte und deswegen mit seinem Führerschein über die Grenze musste.
Bei Dämmerung kamen wir dann oben im Dörfchen Stierva an. Nachdem für die beiden Autos die „Maut“ zum Hochfahren auf die Alp bezahlt worden war, ging es wirklich hoch. Nach unendlich vielen Höhenmetern und Kurven sind wir nach sehr langer Fahrt auf der Alp angekommen. Der Pater Kurt Schawalder („Kutscher Walter“) zeigte uns dann alles in der schon vorgeheizten Hütte. Er hatte jedoch keine Lust mit uns noch am späten Abend die Sonntagsmesse zu feiern. Das war der Anreisetag.
Am Montag, nachdem wir uns alle ganz gut eingewöhnt hatten, ging es als Aufwärmtour hoch zum Kreuz. Und für die Unerfahrenen, Roland und mich, die noch nie auf der Alp waren, war es schon sehr beeindruckend, wie weit so manche Strecken doch sind, obwohl es doch so kurz aussieht. Hans-Martin war dann im Alleingang als erster oben angekommen, dann kamen zusammen Josef und Bernhard an, als nächstes ich (am steilsten Hang zum Kreuz hoch geklettert) und Roland hat es dann mit dem großen Gepäckrucksack schließlich auch noch geschafft. Den dort oben versteckten Kiosk haben wir auch ziemlich schnell durch Josefs Aufspürkräfte gefunden. Der Rückweg war dann (seltsamerweise) nicht mehr so weit.. Aber zu lange hat er trotzdem gedauert, wir sind nämlich nicht zu um 18 Uhr im Kapellchen gewesen um unsere Sonntagsmesse nachzuholen. Der Pater wartete dort aber schon seit der ausgemachten Zeit. Doch wir dachten, dass er noch nicht auf der Alp angekommen sei. So haben wir dann gegen halb acht unsere Messe gehabt. Es war auch der Tag, an dem die drei, Bernhard, Josef und ich, die ersten „Übungen“ am Trog gemacht haben.
Der dritte Tag war ein Tag zum Entspannen. Wir haben gespielt, thematisch gearbeitet und mussten uns um unsere Essenversorgung kümmern: Brot backen. Mittwoch sollte unsere Königstour stattfinden. Deswegen sind wir sehr früh aufgestanden und haben uns mit einem guten Frühstück gestärkt. Dann ging es gegen neun Uhr los. Unsere Tour haben wir in viele Etappen eingeteilt (Hans-Martin zeigte uns einen markanten Punkt und dort haben wir uns wieder getroffen und kurz Pause gemacht). Die ersten Etappen gewann meist Josef. Die allergrößte und schwerste Etappe gewann jedoch Hans-Martin (die Geröllhalde am Piz Curvér).
Endlich haben wir dann gegen 15 Uhr unseren Gipfel erreicht! Jedoch war jetzt schließlich erst ein wenig mehr als die Hälfte unseres Weges geschafft. Aber wir haben es alle bis zum Abend, mit teilweise letzter Kraft, bis zur Hütte zurück geschafft. Dieser Tag war wohl für uns alle der einprägsamste interessanteste und am meisten anstrengende Tag. Der nächste Tag war wieder zum Ausruhen gedacht mit Themenarbeit und Zeit zum Spielen. Am Nachmittag sind Bernhard, Josef und ich dann los gelaufen, da sehr schönes Wetter war, auf den Weg zum Bach weiter runter Richtung Tal. Das Wasser war ziemlich kalt, aber wir waren alle drei bis zum Hals bzw. Bernhard sogar mit Kopf unter Wasser! An diesem Abend gab es dann das Schokofondue, also flüssige Schokolade mit allen möglichen Früchten. Am Freitag war Regenwetter, also haben wir erstmal relativ lange ausgeschlafen, obwohl es ja der große Tag für Bernhard werden sollte! Die Wette von Jörg und Bernhard: dass es Bernhard unter zwanzig Minuten auf den Piz Toiza schaffen will!
Dies war schon alle Tage immer groß im Gespräch, ob es Bernhard denn trotz Rauchen schaffen würde?! Nach langem hin und her, hat sich dann entschieden, dass Josef und Bernhard alleine gehen, da es ziemliches Mistwetter war, und wir anderen drei keine Lust hatten, uns bei dieser Nässe durch die Wiesen zu schleppen. Also haben Hans-Martin, Roland und ich den Tag mal wieder mit Spielen verbracht – Risiko war DAS Spiel. Zur erwarteten Zeit und sogar etwas früher kamen Bernhard und Josef dann immer noch frisch und munter, aber nass von ihrer Tour zurück. ABER: Bernhard hat es nicht geschafft. Die kleine Nebenwette zwischen Josef und Bernhard, dass Josef schneller als Bernhard den Gipfel erreicht, hat Bernhard tatsächlich auch noch verloren. Aber er hat es überlebt, dass er als Wetteinsatz eine Minute in den Trog musste!
Samstag war Abreisetag. Das Sachen Packen und Aufräumen ging schnell voran. Der Pater, der eigentlich schon am Freitagabend auf die Alp kommen wollte, war jedoch erst am Samstagmorgen zur Abnahme und zum gemeinsamen Mittagessen gekommen. Nachdem wir dann nach dem Mittagessen die Hütte komplett geräumt hatten, war unsere Schweizwoche noch nicht zu Ende, denn es ging zur nächsten Station – der Priesterweihe des Paters Rafael. Diese fand in der Stadt Wil statt. Es war eine wunderbare Heilige Messe und ein tolles anschließendes Essen auf dem Gemeindehof, dort haben wir ein paar Leute der Schweizer SMJ kennen gelernt und haben uns ein bisschen mit ihnen unterhalten. Übernachtet haben wir in der Wohnung des neuen Paters. Am Sonntag sind wir dann noch zur Primizmesse des Paters gefahren, sind aber so schnell wie möglich anschließend in Richtung nach Hause gefahren. Dort sind wir auch alle wieder gesund und munter und mit reichlich mehr Erfahrung und sehenswerten Bildern der Natur angekommen.
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