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Richtet euch auf und erhebt eure Häupter – einer von euch wird zum Priester geweiht!

Oder: Was schenkt man einem Priester nur zu seiner Weihe?

Na? Habt ihr die Einladung noch oder das Weihegedächtnisbildchen im handlichen Gotteslobformat? Richtig! Gut erkannt! Das ist nicht das Motto der Priesterweihe Hans Martins, oder nur fast nicht. Aber es hätte es auch sein können. Später dazu mehr.
Nun aber zur Unter-Überschrift. Ja, was schenkt man nur einem Priester zu seiner Weihe?
Hemd? Naja. Kollar? Ähnlich und kann man sich zur Not auch selber basteln. Rauchgewand oder Stola? Hey, wir sind Schüler, Auszubildende und Studenten. Kelch und Hostienschale? Ähnlich und so etwas sucht man sich am Besten selber aus. Ok, einen finanziellen Schritt zurück: Bademantel? Handtücher? Waschlotion? Duschgel? Shampoo? Duschgel und Shampoo im Spar-Sonderpaket? Ok, jetzt wird es echt lächerlich! Obwohl, gebrauchen kann man sowas schon, irgendwie… ? Jetzt reicht es aber echt! Schalten wir doch mal die Köpfe ein, lassen wir die Kreativität sprudeln. Langsam, von vorne und Schritt für Schritt:
1. Schritt: Rundmail mit dem besagten Problem schreiben. Nicht vergessen die obligatorische Signatur: „Wenn ich den erwische, der die Nachricht über den Mitarbeiterverteiler schreibt… Ich weiß auch nicht!? Ich werde auf jeden Fall wütend! Denn man beachte Hans Martin steht da auch drin und es soll ja eine Überraschung werden.“
2. Schritt: Antworten abwarten!
3. Schritt: Weiter warten und zur Ablenkung das Emailverhalten der Empfänger analysieren, auch um sich ein wenig Mut zu machen, dass doch noch was kommt.
4. Schritt: Erinnerungsrundmail! Besonders für die Leute, die sowieso nie ihre Mails abrufen, jetzt also eine weitere die sie auch nicht abrufen. Nicht vergessen: Signatur wie unter 1.
5. Schritt: Nach weiterem Warten und einigen Vorschlägen die ich im oberen Abschnitt zusammengefasst habe erfolgt die erneute Analyse und man denkt sich: „Wieso hat der überhaupt eine Emailadresse? Haben die einen Dauerstromausfall? Oder wohlwollender: Vielleicht macht er ja auch ein Praktikum in Sibirien oder ist im Himalaya? Aber er hätte ja vorher wenigstens ne Mail schicken können, dass man hier an der Front Bescheid weiß!
6. Schritt: Was ist denn das für eine Funktion? Lesebestätigung! Das ist doch was. Nette Idee, wirkt nur leider nicht als moralischer Antrieb oder als Regulativ zur Pflichterfüllung. Da hilft es auch nicht, die Signatur (siehe 1. Schritt) noch schärfer zu formulieren. Mittlerweile denke ich auch die Leute haben Angst die Mail zu versenden, falls sie dann doch an Hans Martin geht.
Ok, das war wohl nichts. Hilft nur noch eins: Selber überlegen! Was schenkt man einem Priester zu seiner Weihe? Ist ja eigentlich wie ne Hochzeit. Also doch: Handtücher und Bettwäsche! Originalität!, Originalität, Mann! Die Frage ist auch falsch gestellt. Sie darf nicht lauten, was schenkt man einem Priester sondern was schenken wir Hans Martin zu seiner Priesterweihe. Mit den neuen Elementen, nämlich: „wir“ und „Hans Martin“, läuft die Sache dann doch etwas besser an.
Als Hans Martin bei seinem ersten Zeltlager in Thalwenden als geistlicher Begleiter die Gruppenleiter kennengelernt hat, durfte er jedem, und jeder ihm eine Frage beantworten. Bei den Fragen war eine darunter, die mir besonders gut gefallen hat: „Wenn man bei den Schönstattpatres einen Ordensnamen auswählen könnte bzw. müsste, welcher würde es für dich, Hannes, sein?“ Ziemlich direkt und ohne langes zögern kam die Antwort: „Philip, nach dem hl. Philip Neri.“
Leute die Hans Martin kennen (und Philip Neri auch ein bisschen) sagen jetzt sicherlich: „Passt!“
Philip Neri: Ein bisschen verrückt, immer locker drauf, unkonventionell und unverblümt direkt. Ein Mann über den viele Anekdoten berichtet sind. Zum Beispiel soll er einmal mit halb-rasiertem Bart oder auch mit rosa Filzpantoffeln unterwegs gewesen sein. Aber auch das ist Neri: fröhlich, demütig, mystische Glut und ein starker Sinn für Gemeinschaft besonders im Glauben.
Wenn man sich dieses Vorbild nimmt, soll man auch daran erinnert werden. Besonders an einem denkwürdigen Tag wie der eigenen Priesterweihe. Noch ein bisschen daran gefeilt und auf Hans Martin zugeschnitten haben wir es doch gefunden, das passende Geschenk. Ein Fahrradtrikot!
Unkonventionell, weil keine Handtücher oder Hemden oder ähnliches, locker, obwohl es nicht so locker sitzt, und rosa… Nein, nicht wahr! Gemeinschaft, weil er nun für das Team Wegweiser fährt und das ist sicherlich auch mit Fröhlichkeit aber auch mit Demut verbunden beim Rückblick auf die Zeit in der Regio. Einfach ganz Hans-Martin und wir hoffen auch ganz Pater Samietz (ISch)!
Wir wünschen dir alles Gute, Gottes Segen, den Schutz und die Fürsprache der Gottesmutter und viel Heiligen Geist auf deinem Weg als Priester in der Patresgemeinschaft. Viel Freude bei deinen zukünftigen Tätigkeiten und Aufgaben. Du hast uns viel von dir geschenkt und in uns viel geweckt, vielen Dank dafür.
Der Leser hat sicherlich bemerkt, dass die mystische Glut nicht im Fahrradtrikot steckt oder hier nicht ausdrücklich erwähnt wurde. Irgendwas erledige bitte selber Hannes! Du bist auf einem guten Weg.
Deine Jungmänner der Regio Wegweiser!


Autor: Christoph Nette
Rubrik: life » report
Eingestellt am 3. Juli 2008
Zuerst veröffentlicht auf f.l.o.h. online
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Bernhard sagt am 7. Juli 2008 um 21:46:

Sehr schöner Artikel! Und auf dem Foto sieht PaHaMaSa ein bißchen so aus wie Peter G. ...


Christoph sagt am 13. Juli 2008 um 14:14:

Eine Redaktion mit der sich reden lässt. Hat man auch nicht oft.


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