» report
Großmeister auf schwieriger Mission
Einmal mehr tauchte das Kleine Paradies ins Zeitalter der heldenhaften Felsenritter ein. Der verschwundene Brief eines Großmeisters, Fotos vom Zeltlager und ein gemeinsamer Gottesdienst prägten das Sterntreffen am zweiten Adventssonntag und ließen noch mal Sommerfeeling aufkommen.
Aufgrund des unerwarteten Todes von Pater Graf lief das diesjährige Sterntreffen im Advent etwas anders ab, als sonst üblich. Da es uns wichtig war, an der Beerdigung von Pater Graf am Samstag in Schönstatt teilzunehmen, musste das Programm des Sterntreffens zum Großteil bereits vorher stehen. In einer Runde am Freitagabend wurden alle Gruppenleiter auf denselben Stand der Planungen gebracht und die noch zu erledigenden Aufgaben für den Samstag verteilt. Dies geschah auch bereits in den späteren Abendstunden, da aufgrund der Entfernungen in der Regio, etwa bis nach Berlin, einiges an Kilometern zu überwinden ist, bevor die Arbeit zusammen beginnen kann.
Wir waren als Zeltlager-Crew fast vollständig. Leider konnten Christoph, Hans-Martin und Lorenz nicht teilnehmen. Aus dem Umstand, dass auch unser Lagerleiter – Großmeister Christoph vom langen Feld, wie er sich im Tale der Tempelritter nannte – nicht teilnehmen konnte, leitete sich auch das Thema des Treffens ab.
Doch bevor wir zum eigentlichen Treffen kommen, noch ein kurzer Blick auf die Ereignisse des Samstages. Sehr früh am Morgen, um 6.45 Uhr, mussten wir aufstehen, um pünktlich beim Bus am Busbahnhof in Heiligenstadt zu sein. Trotz der recht frühen Stunde schafften wir es pünktlich. Das von Bernhard ins Spiel gebrachte akademische Viertel, bzw. hier das „schönstättische Viertel“ mussten wir nicht nutzen. Die Studenten wissen sicher, wovon die Rede ist … Trotz pünktlichen Starts kamen die zwei Busse, die sich vom Eichsfeld auf den Weg zu Pater Grafs Beerdigung gemacht hatten, mit 30 Minuten Verspätung in Schönstatt an. Das Requiem in der Anbetungskirche hatte bereits begonnen. Grund war Stau auf der Autobahn. Eine Baustelle wurde durch einen Unfall noch weiter verengt. Etwa acht Kilometer vor einer geplanten Rast kam der Verkehr ins Stocken. Für die wenigen Kilometer benötigten wir über eine Stunde. Mit Laufen wären wir vielleicht schneller gewesen … Aber naja, man kann es nicht ändern. In einer bewegenden Abschiedsfeier wurde Pater Graf im Anschluss an das Requiem auf Berg Sion beigesetzt.
Nach einigen Stunden des Verweilens in Schönstatt und einer Rückfahrt ohne weitere Staus kamen wir gegen 22.15 Uhr wieder im Kleinen Paradies an. Jetzt ging die Arbeit richtig los. Der praktische Teil der Sterntreffenvorbereitung musste umgesetzt werden. Nach einigen Stunden intensiven Arbeitens stand das Programm. Der genaue Ablauf war in unseren Köpfen.
Sonntagmorgen, 10 Uhr. Pünktlich erscheinen die Jungs. Erinnerungen an das Zeltlager werden wach. Hermann bleibt seinem Zeltlager-Image bei den Jungs treu. Nicht lange, und schon gibt es ähnliche Bilder wie im Zeltlager. Im kurzen Einstiegsfragespiel kommt es zu lustigen „Haufenbildungen“. Wer Fragen mit „Ja“ beantworten kann, darf einen Platz weiterrücken. Für alle ist es interessant zu sehen, was die anderen so in den Ferien und im begonnen Schuljahr schon so alles erlebt haben. Aber nun weiht Bernhard in das Thema ein. Großmeister Christoph bittet die Ritter des Thalwender Zeltlagers um Unterstützung in einer schwierigen Mission. Leider ist der Brief abhanden gekommen und wir machen uns auf den Weg, diesen Brief wiederzubekommen. Währenddessen gibt unser Koch Christof dem Essen den letzten Schliff. Vorher setzen die Ritter den wieder gefundenen Teil des Briefes zusammen. Mit vereinten Lesekräften gelingt es, diesen zu entschlüsseln. Es wird ersichtlich, dass unser Großmeister die edlen Ritter des Wiesentals eingeladen hat, um ihre Ausdauer und Tapferkeit zu testen.
Soweit die Geschichte des Sterntreffens. Da alle die Probe meisterten, wurden anschließend auch alle mit einem famosen Rittermahl belohnt. Als krönende Zugabe gab es ebenfalls Gaumenfreuden der süßen Art. Um jeden Ritter mit dem Brief des Großmeisters auszuzeichnen wurden Briefrollen aus Leder hergestellt. Vorher aber musste der Blaue Saal entsprechend hergerichtet werden. Die Pause bot Gelegenheit, locker zusammenzukommen und zu genießen. Fußball, Tischtennis und die Schaukeln gaben ihr Übriges. Spätestens jetzt war bei allen Teilnehmern wieder das richtige Zeltlagerfeeling zu spüren. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst zusammen mit den Eltern der Zeltlagerjungen. Erstaunt waren einige, was das Beil im Heiligtum zu suchen hatte. Aber nicht wie im Zeltlager wurde es im Heiligtum vergessen, sondern es hatte diesmal eine ganz besondere Bedeutung in der Predigt. Mit vielen Schnappschüssen, zahlreichen Erinnerungen an den Sommer und einigen Lachern über besonders gute Bilder ging das Sterntreffen bei Kaffee und Kuchen zu Ende. Wobei, bis die technischen Probleme mit Laptop und Beamer endlich behoben werden konnten, waren die meisten sicher schon gänzlich gestärkt. Die Erinnerung an den Sommer war wieder richtig lebendig. Die meisten der sechzehn Jungen wird man sicher nächstes Jahr wieder sehen. Gern wären noch mehr zum Sterntreffen gekommen, aber dies war leider aus Krankheits- und Entfernungsgründen nicht möglich. Was bleibt, ist die Vorfreude auf nächstes Jahr. Das nächste Sterntreffen und Zeltlager kommt gewiss.
Ähnliche Beiträge:
» Auf der Suche – ja, wonach denn? | Mai 2007
» Brüder, wir ziehen zum Vater hinauf | Dezember 2007
» Auf der Suche nach Mr. X | Dezember 2006
» Im Tal der Tempelritter | September 2007
» In dankbarer Erinnerung | Dezember 2007
![[Valid RSS] [Valid RSS]](http://floh.regio-wegweiser.de/wp-content/themes/magfloh/img/valid-rss.png)
