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Eine heiße Sache!

Unter dem Motto „Miteinander wachsen“ lud die Schönstatt-Familie im Kleinen Paradies zu einem Familienfest mit Tag der offenen Tür. Auch die Mannesjugend war vertreten und präsentierte sich mit Klause und einem besonderen Programmpunkt.

„Verdammt heiß hier“, sagte ein Junge zu seinen Eltern und zog mit ihnen unter den nächstgelegen Baum. Ja, im Schatten konnte man es sehr gut aushalten. Denn schon zu Beginn des Gottesdienstes musste man sich entscheiden: Will ich in der ersten Reihe vor dem Altar und damit in der Sonne sitzen oder ziehe ich wie die vielen anderen eher unter einen Baum am Rande der Wiese?

Das Fest der Familien im Kleinen Paradies startete am 15. Juli mit über 30 Grad Celsius schon zum Gottesdienst. Da half es auch nichts, dass zum Einstieg ein Ehepaar von kühlen Abenden und dem miteinander Wachsen, dem Thema des Familienfestes, aus ihrem Leben berichtete. Alle Besucher rückten erst einmal zusammen, damit alle einen schattigen Platz ergattern konnten. Denen, die lieber auf den Bänken sitzen wollten, stellten fleißige Helfer einige Sonnenschirme vor die Nase. Mit wachsender Freude und dem ebenso aufkommenden Wind wurde der Gottesdienst zu einem lebendigen Ereignis, dass mehrmals zu lautem Lachen einlud. Denn es war schon komisch anzuschauen, was Sonne, Wind und der dazugehörige Sonnenschirm so alles auslösen können. Aber das Thema hieß ja ‚miteinander Wachsen’. So startete wohl zum Mittagessen die längste Karawane zum Stand mit Bratwurst, Pommes und vielem mehr. Auch hier ging es heiß her und in kürzester Zeit war alles leer gegessen. Ok, ok, die Mädchenjugend folgte mit ihrem Eisenkuchen, auch neudeutsch Waffeln genannt. Doch es gab ja noch wichtigeres, bevor der Kaffee eröffnet wurde.

Die Klause, unser SMJ Hauptquartier, hatten wir von vorne bis hinten einen Tag lang aufgeräumt und geputzt und nun strömten nach und nach neugierige Menschen durch die neuen Räume. Viele der älteren Besucher erzählten von ihren heißen Zeiten, die sie hier erlebt hatten, aber auch wie begeistert sie sind, was aus der Baracke heute geworden ist. Parallel zu unserem Haus der offenen Tür konnte man auch im Tagungshaus alles genauestens unter die Lupe nehmen. Wen wundert es, dass die Besichtigung der Kellerräume, sprich Blauer Saal, bei den sommerlichen Temperaturen der Renner war.

Bei den Kindern wurde die Spielstraße mit und ohne Wasser Stück für Stück erobert, bis um 15 Uhr sich eine große Menschentraube um zwei Personen auf der Wiese vor dem Heiligtum zusammenfand. Rainer vom Berge Tabor und sein Knappe Dennis der Kräftige schlugen mit ihren Schwertern aufeinander ein und zeigten, was die Kreuzritter im Kampf so alles auszuhalten hatten. Das Gefühl einmal Ritter zu sein begeisterte nicht nur die Jungs, sondern auch die Familienväter und so gab es nun die Gelegenheit Papa mal richtig herauszufordern. Mit viel Spaß an der Sache und einer Menge an kühlen Getränken entwickelten sich tolle Kämpfe, die das miteinander Wachsen von Vater und Sohn, aber auch den Müttern, noch um ein Vielfaches steigerte.

Mit dem Blick an diesem Tag als Schönstattfamilie gewachsen zu sein, machten sich am Ende des Familienfestes alle auf den Heimweg, nicht ohne die Aussage vom Morgen zu wiederholen: Schönstatt ist eine echt „heiße“ Sache!


Autor: Rainer M. Gotter
Rubrik: life » report
Eingestellt am 29. September 2007
Zuerst veröffentlicht in Ausgabe 31, September 2007
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