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Warum auch in diesem Jahr die Nacht vom 20. zum 21. August etwas ganz Besonderes war
Die Reinischnacht – die Nacht der Nächte! Das war (leicht verkürzt dargestellt) die Botschaft der Einladung zum diesjährigen Reinischtreff. „Nacht der Nächte“, das lässt eine ganz besondere Bedeutung erahnen. Was hat die Reinischnacht 2007 nun im Rückblick zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht?
Sie war ein Jubiläum. Vor mittlerweile 45 Jahren begann die Tradition des Reinischgedenkens in dieser Form in dem, was heute die Regio Wegweiser ist; für viele junge Männer wurde sie seitdem zu einer Nacht des Gebetes, des Gespräches, und manchmal auch der Entscheidung. Außerdem war sie ein kleiner Traditionsbruch, weil der Ablauf erstmalig seit einer ganzen Zeit leicht verändert wurde. Dies wurde notwendig durch den beeindruckenden Auftritt von Pfarrer Heinrich Aust, der im Jahre 1962 die Reinischnacht mitbegründet hat und darüber hinaus von großer Bedeutung für die Entstehung und Entwicklung der Schönstattbewegung in der DDR war. Er berichtete davon, wie alles unter großen Mühen in den 60er Jahren ins Rollen geriet, und freute sich sichtlich darüber, dass diese Dinge auch heute auf Interesse stoßen.
Doch im Wesentlichen wurde der gewachsene und bewährte Ablauf der Reinischnacht beibehalten: Nach dem Gespräch mit Pfarrer Aust die stille, insgesamt dreistündige eucharistische Anbetung, durchbrochen von gemeinsamen Impulsen, die, wie die ganze Nacht insgesamt, sehr tiefgehend und zum Nachdenken einladend, gestaltet waren. Immer wieder waren Texte aus den Aufzeichnungen Reinischs zu hören, die von seinen Zweifeln, seinem Hin- und Hergerissensein, aber auch von seiner Opferbereitschaft Zeugnis ablegten. Dabei wurde die Brücke geschlagen zu relevanten Stellen der Bibel wie auch zu Papsttexten und damit das Geschehen um Franz Reinisch in einen Gesamtzusammenhang mit Christentum und Kirche gebracht.
An die Anbetungszeit schlossen sich der Gang zum Mühlenberg und zum Grab von Pfarrer Wulff an, daran das gemeinsame Frühstück. Die Seepredigt musste in diesem Jahr kürzer als geplant ausfallen, da sich pünktlich zur Ausfahrt erste Regentropfen bemerkbar machten, die nicht lang allein blieben, dennoch gelang es Seeprediger Pater Lothar Herter, seine wesentlichen Gedanken anzubringen. Die Eucharistiefeier zurück in der Kapelle des Caritasheimes stellte dann einen würdigen Höhepunkt und Abschluss der Nacht dar.
In diesem Jahr wurde die Reinischnacht zum ersten Mal seit längerem wieder in einen größeren schönstättischen Gesamtkontext eingebunden: Sie war Bestandteil des Programms des Schönstatt Summers. Pater Lothar und 14 internationale Volontäre ließen sich ein auf diese besondere Wegweisertradition.
Und auch aus der Regio selbst kam in diesem Jahr diesmal größerer Zuspruch als in manchen vergangenen Jahren. Insbesondere die jüngere Generation, die aktiven Gruppenleiter, waren sehr gut vertreten. Alle Faktoren, die gute Beteiligung der jüngeren wie der älteren Generation, aber auch die Unterstützung und Teilnahme aus Schönstatt, der Beitrag Pfarrer Austs sowie insgesamt die hervorragende inhaltliche Vorbereitung, und nicht zuletzt auch der Teil einer solchen Veranstaltung, den Menschen nicht machen oder planen können, haben dafür gesorgt, dass die Reinischnacht wieder zu einer ganz besonderen Nacht werden konnte.
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