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Auf unserem Weg durch die Fastenzeit halten wir an.
Wir kehren in besonderer Weise ein ins Heiligtum – egal ob das nun das Urheiligtum, das Ostheiligtum in Friedrichroda oder unser Hausheiligtum ist.
Wir tauchen neu ein in den Gnadenstrom, wir laden ab und lassen uns beschenken.
In diesem Jahr ist es vor allem die Gnade einer tiefen Sendungsergriffenheit und Sendungsliebe, die wir erwarten und die wir brauchen. Der Apostel Paulus ist uns dabei ein Vorbild mit seiner Weite und Offenheit, mit seinem Welteroberungsdrang und mit seinem fast grenzenlosen Selbstbewusstsein, als Werkzeug auserwählt zu sein, an einer neuen Welt mitzubauen. Die Kraftquelle war seine tiefe Christusergriffenheit. „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14), so beschreibt er den Weg seiner Berufung und Sendung. Die Liebe Christi wird in ihm zum Feuerbrand, der die Welt für Christus entzündet.
Schönstatt ist eine apostolische Bewegung. Unser Land, unser Bistum und gerade auch die Kirche in dieser Zeit brauchen Christen, die ernst machen, die „ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen.“.
Das meint auch Bischof Wanke, wenn er immer wieder darauf hinweist:
„Wenn das Netz der pfarrlichen Seelsorge weitmaschiger weitmaschiger wird, braucht es herausragende Orte, gleichsam ‚Leuchttürme’ christlich-katholischen Lebens, die in die Region ausstrahlen.“
Das sind unsere Heiligtümer, unsere Hausheiligtümer, aber auch wir selbst, die le-bendigen Heiligtümer. Ich fand einen kleinen Text, der mir immer wieder Mut macht:
Ein Leuchtturm möchte ich sein
kein flackerndes Licht
vom Winde hin und her getrieben
fest verankert in sicherem Boden
nicht in brüchigen Sand gesetzt
aufragend bis zu den Sternen
nicht geduckt im Mittelmaß
mit einer verlässlichen Botschaft
für die auf schwankendem Meer
Ein Leuchtturm möchte ich sein
gewartet von einem, der sagt:
Vertrau! Ich bin das Licht!
Gerhard Eberts
Wir stehen ja nicht allein. In seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit hat unser Bischof das zugkräftige Wort von Barack Obama aufgegriffen;“Yes, we can!“ Ja, wir können – Miteinander im Liebesbündnis verbunden mit der Gottesmutter im Heiligtum, mit un-serem Vater und Gründer und untereinander.
„Nichts ohne dich – nichts ohne uns!“
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