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Anregung zum Bündnistag am 18.01.09
Hier eine Spirituelle Anregung von Pfarrer Jacob zum ersten Bündnistag im neuen Jahr 2009
Am Sonntag war ich bei drei „Neujahrsempfängen“ – politisch, schönstättisch, und auf Dekanatsebene. Immer ging es um einen Rückblick und um ermutigende Worte für die Zukunft. Jubiläen die in der Gesellschaft anstehen, Aktionen, die geplant sind.
Was sind so meine/unsere „Vorsätze“ für das Neue Jahr?
Der Erzbischof Robert Zollitsch hat beim Jahresabschlussgottesdienst ( 2008 ) in Freiburg eine beachtenswerte Predigt gehalten mit mutigen Worten unter dem Thema:
„Wo Gott die Mitte ist, da steht der Mensche im Zentrum“
( nachzulesen unter: http://www.zenit.org/article-16788?l=german )
Einen Gedanken möchte ich einmal für den Bündnistag aufgreifen:
„Es stimmt mehr als nachdenklich, wenn es Zeitgenossen gibt, die sich die ehemalige DDR zurückwünschen und die Berliner Mauer zurücksehnen. Und dies nur zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer. Es waren Christen, die beharrlich und ohne Gewalt ein gottloses und doppelbödiges System zu Fall gebracht haben, die deutlich machten: Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte, einem Volk ohne Gott droht die Entwurzelung. Überall dort, wo Menschen entwurzelt sind, stehen sie in Gefahr, Treibsand zu gleichen, der vom Wind umhergetrieben wird. Der Schritt ist nicht weit vom entwurzelten Menschen zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen, der seine innere Spannung und geistige Not an anderen abreagiert. Menschen ohne Wurzeln, ohne persönliche Überzeugungen können sich nur anpassen.“
Finden wir nicht im Heiligtum unsere Mutter, haben wir nicht im Heiligtum unsere Wurzeln unsere Heimat….?
Weiter schreibt er:
„Lassen wir uns von niemandem weismachen, wir Christen wären eine Randerscheinung, ein Auslaufmodell! Im Gegenteil: Wir sind Hoffnungsträger für eine gottoffene und menschenfreundliche Gesellschaft. Wenn jemand wahre Hoffnung und Zukunft schenken kann, dann ist es Gott. Er hat uns in seinem Sohn Jesus Christus die Tür geöffnet, die uns in die Zukunft führt. Nehmen wir uns gerade im Paulusjahr, zu dem uns der Heilige Vater einlädt, die eindringlichen Worte des Apostels Paulus neu und vertieft zu Herzen, die er an die Gläubigen in Kolossä richtet: „Lasst euch nicht abbringen von der Hoffnung, die das Evangelium schenkt” (Kol 1,23).“
Die Jahreslosung der Schönstattfamilie lautet im Blick auf das Neue Jahr:
„Du führst uns - miteinander in die Zukunft“
Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Bündnistag Pfarrer Jacob
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